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Formen Eines der interessantesten Merkmale beim Bernstein sind die unterschiedlichen Formen. Manche sind so skurril, daß man menschliche Gesichter und Köpfe, Tiere, Tierköpfe, Pilze, u. v. a. erkennen kann. Besonders wertvoll, weil selten, sind Stalagmiten und Stalaktiten sowie Bernsteintropfen von kugeliger, birnen- und herzförmiger Form. Auf den Oberflächen der Tropfen sind Verwitterungsrisse erkennbar. Der Durchmesser der Tropfen beträgt 1,5 cm Durchmesser. Bernsteinklumpen und -schollen, besonders solche mit schöner Verwitterungsrinde oder -borke sind äußerst selten und sehr wertvoll. Eine weitere Besonderheit sind Bernsteine mit natürlichem Loch. Diese wurden in früheren Jahrhunderten gerne als „Amulette“ getragen. Auch diese Sorte ist sehr selten. So gibt es auch spezielle Formen von Bernsteinen, die unter der Baumrinde oder Borke entstanden sind. Sie sind beidseitig mit „Eindrücken“ der Rinde versehen, manchmal mit konvexer und/oder konkaver Oberfläche. Auch sogenannte Harztaschen, die zwischen den Jahresringen des Baumes entstanden sind, sind beliebte Sammlerstücke.  Seltene Bernsteine zeigen in ihrem Innern, wie der Harz damals geflossen ist. Interessant sind auch sog. Tropfensteine, die in besonderen Farben Bernstein gibt es in bis zu vierhundert verschiedenen Farbtönen. 90 % des gefundenen Bernsteins ist cognac-farben. Die Farbgebung im Bernstein ist abhängig von der Anzahl der Bläschen und von dunklen Holz- oder anderen pflanzlichen Resten, von Pyrit- und Quarz-Anteile. Beeinflusst wurde die Farbe auch durch Verwitterung; dabei entstanden schwarze bis braune Farbtöne. Die Farbscala reicht von weiß, weißgrau, weiß-blau, über grau, gelb rot, grün, blau, braun bis schwarz. Aber auch silber- und goldfarben kann ein Bernstein schimmern, wenn kleinste glänzende Bläschen schichtartig angeordnet sind. Im übrigen sind praktisch alle Mischfarbtöne und Marmorierungen anzutreffen. 
Einschlüsse (Inklusen) Jeder 10.000. Bernstein besitzt „Einschlüsse“, wie: • Blüten, Blätter, Koniferen, Grashalme, Baumrinde, Moos, Erde;
• Würmer, Schnecken, Krebstiere, Tausendfüßler, Insekten, Spinnen,
Flöhe, Mücken, Fliegen, Lurchtiere, Haare von Säugetieren, Vogelfedern, Heute nicht mehr vorkommende Urinsekten;
• Bewegliche Wassertropfen, Lufteinschlüsse, Schlieren vom mehrfachen Harz-Fluss oder von Innereien von Kleintieren, die zerdrückt wurden.
Kleine goldene „Blättchen“ sind keine Einschlüsse, sondern sogenannte „Sonnenflinten“. Das sind kleine Sprünge im Innern des Bernsteins, der ihm, besonders bei Schmuck, eine besondere Schönheit verleiht. Häufig wird gefragt: Wie kamen die Tiere in den Harz bzw., später in den Bernstein? Die Tiere wurden durch den süßlichen Geruch des Harzes angezogen; sie wollten sich paaren oder sie wurden wie die Blüten und Blätter vom Wind auf den frischen Harz geweht. Wahrscheinlich haben sich wahre Dramen abgespielt, denn die Tiere versuchten aus dem klebrigen Harz wieder zu entkommen, was nur selten gelang. Das geht auch daraus hervor, daß manchmal einzelne Beine, Flügel im Bernstein eingeschlossen sind.
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